Die Wespen – häufig missverstandene Insekten

Die Honigbienen sammeln fleißig Pollen für den Honig und sind deshalb beim Menschen sehr beliebt. Wespen werden allgemein als nervig und unnötig empfunden. In Wirklichkeit sind sie große Helfer, denn sie fressen Blattläuse, Fliegen, Raupen sowie andere Insekten, welche der Mensch nicht mag und gern mit chemischen Mitteln beseitigt.

Die unangenehme Seite ist ihr Eiweißhunger, sodass sie gern auf Fleisch und Wurst fliegen, was bei Gartenpartys nervig ist. Man sollte jedoch mit ihnen auskommen, da sie außerdem eine unter Schutz stehende Insektenart sind.

Lediglich zwei Wespenarten besuchen den Mensch am Essenstisch, nämlich die Arten Deutsche Wespe und Gemeine Wespe. Beide besitzen eine schwarz-gelbe Musterung. Sie sind nützliche Insekten, aber zur Aufzucht ihrer Nachkommen brauchen sie tierische Proteine. Sie erbeuten andere Insekten oder setzen sich eben auch gern auf Wurst, Fleisch und süße Speisen und Getränke. Ihr bevorzugter Nistplatz sind dunkel gelegene Höhlen.

Die Langkopfwespe, beispielsweise die Sächsische Wespe, leidet an dem negativen Image der allgemeinen Wespe. Sie verfügt über leicht zugängliche, frei hängende Nester, die dann oftmals zerstört werden, obwohl ihre Art unter Schutz steht. Doch eine eigenmächtige Zerstörung von Wespennestern ist nicht zulässig, sondern sollte von Fachpersonal ausgeführt werden.

Die Wespen haben nach der Blütezeit der Lindenbäume Futtermangel. Der Nachwuchs braucht Nahrung und wenn das natürliche Futterangebot sinkt, landen die Insekten oft auf dem Essen der Menschen.

Wespennester dürfen nicht eigenmächtig zerstört werden, sie müssen von einem Experten entfernt werden!

Die Wespe sticht, wenn sie eine Bedrohung wittert. Es ist sinnvoll, auf hektische Bewegungen und Schläge in Richtung der Tiere zu verzichten. Die Insekten sollten auch nicht angepustet werden, weil CO2 im Atem sie in Alarmbereitschaft und in Angriffsposition versetzt.

Die Wespe liebt süße Speisen für ihre eigene Nahrungsversorgung. Fleisch und Wurst dient der Versorgung der Jungtiere. Wer gern draußen ist, deckt seine Lebensmittel am besten gut ab. Den Insekten kann auch ein abgetrennt stehender Getränkebehälter mit süßer Flüssigkeit und etwas Fleisch als eigener Fressplatz eingerichtet werden. Parfum ist zu vermeiden, da der Duft die Wespen anlockt.

Bei Wespenstichen gilt es, ruhig zu bleiben. Wer gesund ist, wird eine kurzzeitige Hautschwellung um den Einstich herum spüren, die etwas brennt und schmerzt, aber sonst ungefährlich ist. Eine gute Hilfe sind halbierte Zwiebeln, etwas Schnaps auf den Stich, Zitronensaft oder Kühlakkus.

Bei Allergikern gegen Insekten- und Wespenstiche ist allerdings Vorsicht geboten. Etwa fünf Prozent der Menschen sind davon betroffen. Hier treten Reaktionen auf, die normale Schwellungen weit übertreffen. Wenn beispielsweise Schwindel, Ohnmacht, Übelkeit sowie Wespenstiche im Mundraum auftreten, ist der Anruf beim Notarzt dringend notwendig. Allergiker bekommen Erste-Hilfe-Ausrüstungen sowie Medikamente vom Hausarzt, die sie während der Sommerzeit stets mitführen sollten. Sollten Sie ein Wespennest bei sich am Haus entdecken, sollten Sie sich für die Entfernung an einen Spezialisten wie S&F Insectcontrol GmbH wenden. 


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